Medien & Presse

Presse braucht
Klarheit.
Und Kontext.

Informationen, Bilder, Presseanfragen und ausgewählte Medienauftritte: Hier finden Redaktionen, Veranstalterinnen und Partner alles, was sie für Beiträge, Interviews und Veröffentlichungen über Shary Reeves benötigen.

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Shary Reeves

Journalismus & Medien

Geschichten brauchen
mehr als nur
Aufmerksamkeit.

Journalismus beginnt nicht mit Antworten, sondern mit guten Fragen. Shary Reeves arbeitet an den Schnittstellen von Bildung, Gesellschaft, Technologie und Verantwortung – immer mit dem Ziel, Zusammenhänge verständlich zu machen.
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Themen, die bleiben.

Künstliche Intelligenz. Bildung. Sprache. Medienkompetenz. Digitale Verantwortung. Gesellschaftlicher Wandel. Nicht als Schlagworte. Sondern als Themen, die unser Zusammenleben langfristig prägen und deshalb Einordnung brauchen.

Interviews

Fragen stellen.

Gespräche, die nicht nur Informationen sammeln, sondern Perspektiven sichtbar machen.

Reportagen

Zusammenhänge zeigen.

Komplexe Themen verständlich erzählen, ohne sie zu vereinfachen.

Presse

Einordnung geben.

Orientierung in Zeiten, in denen Informationen schneller sind als Verständnis.

Medienpräsenz

Drei Jahrzehnte
öffentliche Wirkung.

Fernsehen, Bühne, Bildung, Journalismus und gesellschaftliche Debatten. Eine Auswahl von Medien, Institutionen und Organisationen, mit denen Shary Reeves in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet hat.

30+

Jahre Medienerfahrung

1000+

Moderationen & Auftritte

100+

Interviews & Beiträge

DACH

Bühne · Medien · Bildung

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Stimmen der Vielfalt

Eröffnungsrede · TEDxMarten Women 2026 · Schauburg Dortmund

Guten Morgen und herzlich willkommen bei TEDxMarten Women hier in der Schauburg in Dortmund.

Ich darf diesen Tag eröffnen, und das Motto lautet „Stimmen der Vielfalt“. Ein schönes Motto.

Und theoretisch sind wir inzwischen auch alle wahnsinnig für Vielfalt. Unternehmen lieben Vielfalt. Institutionen lieben Vielfalt. Die Politik liebt Vielfalt. Wir lieben Vielfalt so sehr, dass wir mittlerweile Strategien, Leitbilder, Beauftragte, Workshops und PowerPoint-Präsentationen dafür haben.

Schwierig wird es traditionell erst, wenn die vielfältigen Menschen anfangen, unterschiedliche Meinungen zu haben. Denn Vielfalt bedeutet leider nicht: Alle sehen verschieden aus und finden mich gut. Das wäre keine Vielfalt. Das wäre Instagram.

Heute stehen hier Menschen auf der Bühne, die ihre persönlichen Geschichten erzählen. Es geht um Herausforderungen, Mut, Identität und Erfahrungen, die ein Leben prägen. Es geht um Integration, gesellschaftliche Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Um Führung, Nachhaltigkeit, Strukturwandel und Klimaschutz.

Also praktisch um die Frage, wie wir künftig miteinander leben wollen. Eine Kleinigkeit für einen Samstag.

Aber vielleicht ist genau das der Punkt: Diese großen gesellschaftlichen Fragen existieren ja nicht irgendwo abstrakt in Strategiepapieren. Sie landen irgendwann bei echten Menschen. In deren Leben. In deren Familien. Bei der Arbeit. In Schulen. In Unternehmen. In Städten. Und manchmal vor verschlossenen Türen.

Dann kommen wir sehr schnell bei einem meiner Lieblingsbegriffe an: Chancengerechtigkeit. Auch ein wunderschönes Wort.

Chancengerechtigkeit bedeutet vereinfacht gesagt: Es wäre ganz schön, wenn nicht schon bei deiner Geburt feststünde, wie viele Türen später automatisch für dich aufgehen - und bei wie vielen du dir anhören darfst, du müsstest einfach selbstbewusster klopfen.

Wir haben dafür inzwischen eine großartige gesellschaftliche Lösung gefunden: Empowerment. Wir ändern nicht unbedingt die Strukturen. Wir empowern erst mal die Menschen, die darunter leiden.

Tür abgeschlossen? Arbeite an deinem Mindset. Keine Aufstiegschancen? Sei mutiger. Du wirst nicht gesehen? Mach dich sichtbar.

Und wenn das alles nicht funktioniert, gibt es garantiert irgendwo eine Masterclass für 2.799 Euro, in der dir jemand mit sehr weißen Zähnen erklärt, dass du dich einfach noch nicht entschieden genug für deinen Erfolg entschieden hast.

So lässt sich strukturelle Ungleichheit natürlich auch lösen. Zumindest für den Anbieter der Masterclass.

Dabei ist Empowerment etwas viel Ernsteres. Es bedeutet, Menschen tatsächlich in die Lage zu versetzen, ihre Möglichkeiten wahrzunehmen. Und dazu gehört persönlicher Mut genauso wie die Frage, welche Bedingungen eine Gesellschaft schafft.

Denn wir können Menschen nicht permanent erklären, sie könnten alles erreichen, während wir gleichzeitig einige von ihnen mit dem Fahrstuhl nach oben schicken und den anderen zurufen: „Treppensteigen stärkt den Charakter!“

Und genau deshalb ist Sichtbarkeit so wichtig. Die heutige TEDxWomen-Initiative rückt bewusst die Perspektiven von Frauen und unterrepräsentierten Stimmen in den Mittelpunkt.

Nicht, weil Frauen eine seltene Minderheit wären. Wir haben nachgezählt. Es sind einige. Sondern weil gesellschaftliche Sichtbarkeit und gesellschaftliche Macht erstaunlicherweise nicht automatisch proportional zur Bevölkerungszahl verteilt werden.

Und Vorbilder spielen dabei eine enorme Rolle.

Wir brauchen allerdings keine weiteren menschlichen Hochglanzbroschüren. Keine Menschen, bei denen im Rückblick jede Krise plötzlich eine „transformative Erfahrung“ war, jede Niederlage eine „Chance“ und jeder komplette Zusammenbruch „der Moment, in dem ich endlich bei mir angekommen bin“.

Manchmal war die Krise einfach scheiße. Manchmal war die Entscheidung falsch. Manchmal hat man keine wertvolle Lektion gelernt, sondern erst einmal drei Monate schlecht geschlafen.

Und trotzdem geht es weiter. Das interessiert mich an echten Geschichten. Nicht Perfektion. Möglichkeit.

Denn wenn jemand sichtbar einen Weg geht, den ich für mich selbst bisher nicht gesehen habe, verändert sich etwas. Vielleicht sitzt heute jemand hier und hört einer dieser Geschichten zu und denkt plötzlich: Moment. Warum eigentlich nicht ich?

Dieser eine Gedanke kann verdammt viel verändern.

Und damit sind wir mitten in gesellschaftlicher Teilhabe. Teilhabe bedeutet nämlich nicht, dass alle theoretisch mitmachen dürfen. Theoretisch dürfen auch alle Millionär werden. Die praktische Verteilung der Millionen lässt gewisse Unregelmäßigkeiten erkennen.

Teilhabe beginnt dort, wo Menschen nicht nur eingeladen werden, sondern tatsächlich mitreden, mitgestalten und mitentscheiden können.

Und das betrifft auch Führung. Wir sprechen heute über moderne Führungsansätze, und vielleicht können wir bei der Gelegenheit einen kleinen Irrtum beerdigen: Führung bedeutet nicht, als Erster in den Raum zu kommen, als Letzter Zweifel zuzugeben und dazwischen möglichst viele englische Substantive zu benutzen ...

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